Unfallversicherung - 8.400.000 Unfälle im Jahr 2007
Mit einer Unfallversicherung sichert man sich gegen
die finanziellen Folgen von Unfällen ab. Gemeint
sind hier nicht die kurzfristig entstehenden
Heilbehandlungskosten, die meist von der
Krankenversicherung bezahlt werden. Hier sind die
Dauerfolgen bei schweren Unfällen wie Verlust oder
Gebrauchsunfähigkeit von Gliedmaßen und Organen, wie
der Verlust der Sehkraft oder des Gehörs gemeint. An
den Rollstuhl gefesselt, muss oft das Haus umgebaut
werden. Lebenslange fremde Hilfe ist dann meist
erforderlich.
| Vorzüge der privaten Unfallversicherung: | Empfehlungen: |
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prozentualen Auszahlung der Versicherungssumme der Freizeit) Quelle: Focus (10.03.2008) |
Spiegel (16.05.2007) "An den Folgen schwerer Unfälle müssen manche ein Leben lang tragen - gut, wenn man in solchen Fällen wenigstens finanziell abgesichert ist." |
Diese Kosten abzudecken, ist das Kernstück einer
Unfallversicherung. Sie soll durch hohe
Invaliditätssummen und lebenslange Renten bei
solchen Unfällen eintreten. Dabei leisten
Unfallversicherungen heute auch für Ereignisse, die
man nicht immer in Zusammenhang mit einem Unfall
sieht. So sind auch die Folgen von Zeckenbissen
durch eine Unfallversicherung abgesichert.
Eine Unfallversicherung sollte jeder haben. Das gilt
vom Kindesalter an. Sogar im Rentenalter sollte man
auf eine Unfallversicherung nicht verzichten. Jeder
kann von einem Unfall betroffen sein. Als
Verkehrsteilnehmer, Sportler und bei Heim- und
Hausarbeiten und beim Spiel passieren viele Unfälle.
Zwei Drittel aller Unfälle passieren, statistisch
nachgewiesen, in der Freizeit.
Besonders bei Kinderunfällen gilt es, die
jahrzehntelangen Belastungen vernünftig abzusichern.
Die Kinder haben jetzt noch ihre Eltern, sind aber
später auf sich allein und fremde Hilfe angewiesen.
Da ist es gut, wenn die Unfallversicherung die
finanziellen Kosten trägt.
Neben den Hauptleistungen Invaliditätssumme und
Unfallrente können in die Unfallversicherung noch
weitere Leistungen eingeschlossen werden. So sind
ein Unfall-Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld,
Tagegeld während einer Arbeitsunfähigkeit und
besondere Leistungen bei Schwerverletzten möglich.
Eine Todesfallsumme sollte zur Absicherung der
Hinterbliebenen mit vereinbart werden.
Für bestimmte Berufsgruppen kann eine besondere
Gliedertaxe abgeschlossen werden. Hier wird beim
Verlust von Fingern eine besonders hohe
Invaliditätssumme vereinbart. Dies gilt für alle,
bei denen die Finger auch ihre Existenzgrundlage
bilden. Zu denken ist hier an Handwerker, die damit
berufsunfähig werden. Dies gilt auch für Chirurgen
und Musiker.
Für besondere Sportarten werden spezielle
Leistungsangebote gemacht. So werden bei Tauchern
auch die tauchtypischen Gefahren abgesichert wie
beispielsweise ein eintretender Tiefenrausch. Die
dann erforderlichen Kosten einer
Dekompressionskammer sind dabei nicht unerheblich,
wenn sie aus eigener Tasche bezahlt werden müssten.
Jede Unfallversicherung enthält auch beitragsfrei
die Kostenübernahme bei Bergungskosten. Dies ist
wichtig, da diese Leistung oft in Anspruch genommen
wird. Bei vermisst gemeldeten Personen in den
Bergen, werden die Kosten übernommen, auch wenn
tatsächlich kein Unfall oder Notfall vorlag. Die
meisten Unfallversicherungen werden heute auch mit
besonderen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit
angeboten.
Mit einer Unfallversicherung kann man mit relativ
geringen Beiträgen hohe Summen absichern. Meist
enthält die Unfallversicherung eine
Progressionsregelung mit der die gezahlten
Invaliditätssummen nach der Höhe des
Invaliditätsgrades progressiv ansteigen. Bei voller
Invalidität wird dann das fünffache der vereinbarten
Summe als Versicherungsleistung fällig.
Die Beiträge sind dabei nach Gefahrengruppen
gestaffelt. Büroberufe und andere nicht körperlich
tätige Personen zahlen einen geringeren Beitrag als
Handwerker und Berufskraftfahrer. Auch besondere
Risiken gefährlicher Sportarten wie Drachenfliegen,
Fallschirmspringen und Bergsteigen gehen in die
Beitragsberechnung ein.