Lebensversicherung = Sparvertrag + finanzielle Absicherung von Hinterbliebenen
Die Lebensversicherung sichert im Todesfall ihre Hinterbliebenen und ihre persönliche Altersversorgung ab. Ab einem von ihnen ausgewählten Zeitpunkt bekommen Sie eine einmalige Kapitalauszahlung im Erlebensfall ausgezahlt. Sie ist also eine Art Risikoversicherung für den Todesfall (der die Familie den Ehepartner oder Lebenspartner finanziell absichert) und im überlebensfall als einmalige Kapitalauszahlung sinnvoll.
| Vorzüge der Lebensversicherung: | Empfehlungen: |
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Stern (22/2006) "Kein anderer Sparvertrag schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: finanzielle Absicherung von Angehörigen im Todesfall und garantiert verzinste Kapitalauszahlung im Erlebensfall." |
Eine Lebensversicherung wird für den Todes- oder
Erlebensfall abgeschlossen. Tritt während der
Laufzeit der Lebensversicherung der Tod ein, wird
die vereinbarte Summe an den im Versicherungsschein
bezeichneten Bezugsberechtigten ausgezahlt. Erlebt
die versicherte Person den Ablauf, so wird ebenfalls
die vereinbarte Versicherungssumme einschließlich
der angefallenen Überschüsse ausgezahlt.
Eine zeitliche befristete Lebensversicherung,
die nur für den Todesfall abgeschlossen wird,
bezeichnet man als Risikolebensversicherung. Hier
werden bei Ablauf keine Beträge fällig, wenn der Tod
nicht eingetreten ist. Wird in jedem Falle bei einer
unbefristeten Lebensversicherung im Todesfall die
Versicherungssumme gezahlt, handelt es sich um eine
Sterbegeldversicherung. Als Versicherungsfall kann
auch die Heirat eines Kindes vereinbart werden. Bei
dieser Art der Lebensversicherung spricht man von
einer Aussteuerversicherung.
Es gibt viele Gründe für den Abschluss einer
Lebensversicherung. So sichert ein Familienvater
seine Familie mit einer Risikolebensversicherung ab.
Bei seinem Tode soll die Familie den Lebensstandard
halten können. Soll die Summe auch beim Ablauf
fällig werden, ist dies eine zusätzliche
Altersversorgung für die
Versicherten.
Üblich ist auch Lebensversicherung auf zwei
verbundene Leben, mit denen sich Eheleute
gegenseitig absichern. Stirbt einer der Ehegatten,
wird die Summe an den überlebenden gezahlt. Diese
Art der Lebensversicherung eignet sich auch
hervorragend für Geschäftspartner. Beim Tode des
einen Partners wird damit eine Auszahlung des
Firmenanteiles an die Erben abgedeckt. Damit
vermeidet man die Auflösung der Firma und eine
mögliche Insolvenz.
Eine der Hauptgründe für eine Lebensversicherung
besteht auch in der Absicherung der
Immobilienfinanzierung. Die Banken verlangen meist
eine Risikolebensversicherung zur Absicherung ihres
Kredites. Die Versicherungen selbst geben
Policendarlehen auf die abgeschlossene
Lebensversicherung. Bei Ablauf der
Lebensversicherung wird der Kredit mit der
Versicherungssumme getilgt.
Bei den in Deutschland üblichen verbundenen
Lebensversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall
wird neben der vereinbarten Versicherungssumme auch
eine garantierte Verzinsung des Sparanteiles beim
Ablauf ausgezahlt. Hinzu kommen noch die
erwirtschafteten Überschüsse. Die garantierte
Mindestverzinsung von derzeit 2,25% gibt es
allerdings nur auf herkömmliche
Lebensversicherungen, bei denen das Kapital
konservativ angelegt wird.
Bei den fondsgebunden Lebensversicherungen entfällt
die Garantieverzinsung, da ein großer Teil des
Kapitals in Aktien- oder Immobilienfonds angelegt
wird. Hier ist nur die versicherte Summe garantiert.
Die Auszahlung der Überschüsse richtet sich nach der
Entwicklung des angelegten Risikokapitals.
Wird eine Lebensversicherung vor ihrem eigentlichen
Ablauf gekündigt, so werden nicht das angesparte
Kapital und die erwirtschafteten Überschüsse
ausgezahlt, sondern nur der vereinbarte Rückkaufswert. Diese Rückkaufwerte werden bereits
bei Abschluss der Lebensversicherung festgelegt. So
kann jeder Versicherte feststellen, wie hoch die
Auszahlung bei vorzeitiger Kündigung ist. Eine
solche Kündigung ist in jedem Falle mit Nachteilen
verbunden.
Besser ist es, einen Vertrag beitragsfrei zu
stellen. Damit wird das Kapital in eine
beitragsfreie Versicherungssumme umgestellt. Sollte
man das Geld vorzeitig benötigen, empfiehlt es sich,
die Lebensversicherung zu verkaufen. Für den Handel
mit Lebensversicherungen hat sich inzwischen auch in
Deutschland ein Markt etabliert, so dass man mehrere
Angebote einholen kann. So erhält man den besten
Preis für seine Versicherung.