Berufsunfähigkeitsversicherung - Jeder 4. Bürger wird vor Rentenbeginn berufsunfähig
Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sichert man das Risiko ab, infolge von Berufsunfähigkeit seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben zu können. Ursache einer Berufsunfähigkeit kann dabei eine Krankheit ein Unfall oder ein allgemeiner Kräfteverfall sein. Eine Berufsunfähigkeitsrente sichert den Lebensunterhalt bis zum Eintritt der regulären Altersrente ab. Da die gesetzliche Rentenversicherung keinen Berufsschutz mehr bietet, ist eine solche Berufsunfähigkeitsrente unbedingt zu empfehlen.
| Häufigste Ursachen für die Berufsunfähigkeit: | Wichtige Daten und Empfehlungen: | |||||||||||||||||||||
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Finanztest (06/2006) "Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt." Wichtige Daten: - Jeder 4. Bürger wird vor dem Rentenalter berufsunfähig - Kein gesetzlicher Schutz nach 1961 Geborene - Nur 10 % sind gegen Berufsunfähigkeit versichert |
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Gegen Berufsunfähigkeit kann sich jeder Berufstätige versichern. Eine solche Versicherung sichert das Einkommen aus dem bisherigen Beruf ab. Eine Verweisung auf andere Tätigkeiten erfolgt nicht. Eine Berufsunfähigkeitsrente ist bereits für Berufsanfänger angebracht. Zwar erfolgt hier erst die Qualifizierung zu einem Beruf, trotzdem haben sie schon einen Berufsschutz. Hierbei sind in der Regel nur geringere Renten zu versichern, da das Einkommen noch gering ist. Es bietet aber die Möglichkeit, den Versicherungsschutz nach der Ausbildung ohne erneute Gesundheitsprüfung anzupassen.
Eine private Berufsunfähigkeitsrente beginnt, wenn voraussichtlich über einen längeren Zeitraum das Bestehen der Berufsunfähigkeit wahrscheinlich ist. Dies ist der Prognosezeitraum. Je nach Versicherung, liegt dieser prognostizierte Zeitraum zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.
Für Schüler und Studenten ist aus dem gleichen
Grunde eine Erwerbsunfähigkeitversicherung zu
empfehlen. Diese kann später, bei Berufsausübung,
ebenfalls ohne erneute Gesundheitsprüfung, in eine
Berufsunfähigkeitsrente mit höheren Renten
umgewandelt werden.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist als
eigenständige Versicherung möglich und als
Zusatzversicherung zu einer Lebens- oder
Rentenversicherung. Sie kann mit relativ geringen
Beiträgen abgeschlossen werden. Beim Abschluss sind
die Gesundheitsfragen zu beantworten. Im
Zweifelsfall ist ein ärztliches Gutachten
erforderlich. Die Höhe des Beitrages richtet sich
natürlich auch nach dem ausgeübten Beruf. Je höher
das Risiko einer vorzeitigen Aufgabe des Berufes
ist, umso höher wird auch der Beitrag ausfallen. Die
Versicherungen haben hier zu jeder Berufsgruppe
entsprechende Erfahrungswerte.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in
ausreichender Höhe abgeschlossen werden. So sollte
die Berufsunfähigkeitsrente bei Arbeitnehmern
zusammen mit anderen Absicherungen etwa 50% des
bisherigen Bruttoeinkommens betragen. Bei
Selbständigen ist von etwa 70 Prozent des regelmäßig
erwarteten Gewinnes auszugehen. Keinesfalls soll es
durch die Berufsunfähigkeitsrente zu einer
Überversorgung kommen. Die
Versicherungsgesellschaften lassen sich bei Wunsch
nach einer hohen Absicherung auch die
Einkommensnachweise vorlegen.
Jeder der eine Berufsunfähigkeitsversicherung
abschließt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass
dies keine übliche Lebens- oder Rentenversicherung
ist, sondern eine reine Risikoversicherung. Tritt
die Berufsunfähigkeit während der Laufzeit der
Versicherung nicht ein, gibt es kein Geld zurück.