Private Krankenversicherung Beratungs Checkliste
Private Krankenversicherung (Beratung)
Da man hinsichtlich der meisten Faktoren, die den
Beitrag zur privaten Krankenvollversicherung
bestimmen, nichts ändern kann (Alter, Beruf,
Geschlecht), ist es umso wichtiger, die
verschiedenen Angebote miteinander zu vergleichen
und sich vor allem darüber im Klaren zu sein, welche
Leistungen man eigentlich benötigt und welche
Leistungen eher "Luxus" sind, den Beitrag aber
deutlich erhöhen. Besonders wichtig ist es auch auf etwaige Leistungsausschlüsse in den
Vertragsbedingungen zu achten, die gar nicht selten
vorkommen.
Ein sicherlich guter Tipp ist es, beim
Versicherungsvergleich besonders auf
Krankenversicherungen zu achten, die mit einem
Bonussystem arbeiten. Hier wird nicht nur im
negativen Sinne mit Risikozuschlägen gearbeitet, die
den Beitrag erhöhen, sondern man kann auch durch
sein Verhalten den Beitrag reduzieren. So bieten
einige Krankenversicherungen bereits heute an, zum
Beispiel bei Nichtrauchern oder Personen, die
nachweislich regelmäßig und aktiv Sport betreiben
den Beitrag zu reduzieren oder bei nicht in
Anspruchnahme der Versicherung in einem Jahr eine
Rückerstattung über eine gewisse Anzahl an
Monatsbeiträgen.
So genannte "Fallen" gibt es im Bereich der privaten
Krankenversicherung hauptsächlich in der Form, dass
einigen Anbieter bestimmte Leistungen durch Klauseln
ausschließen. Diese Bedingungen sollte man daher
genau durchlesen und sich erklären lassen.
Private
Krankenversicherung (Berechnung)
Geschlecht: Bei der Beitragshöhe zur private
Krankenvollversicherung wird zwischen Männern und
Frauen unterschieden. Generell sind die Tarife für
Frauen höher, da diese eine deutlich höhere
Lebenserwartung als Männer haben. Auch durch andere
zusätzliche Risiken (Schwangerschaft etc.) zahlen
Frauen einen höheren Beitrag als Männer.
Eintrittsalter der versicherten Person: Auch das
Alter des Versicherten hat natürlich Einfluss auf
die Beitragshöhe. Je älter eine Person ist desto "schlechter"
wird das Verhältnis von Gesundheit und
Beitragszahlung zu Krankheit und Leistung durch die
Krankenversicherung, sodass der Beitrag natürlich
steigt, je älter man wird.
Berufsgruppe: Manche Berufsgruppen erhalten auch in
der privaten Krankenversicherung Vergünstigungen (zum
Beispiel Angestellte im öffentlichen Dienst), andere
Berufsgruppen wiederum erhalten einen Risikozuschlag,
da die Tätigkeit im Durchschnitt eine größere Anzahl
von Krankheiten mit sich bringt. Dazu zählen zum
Beispiel Bauarbeiter oder Möbelpacker. Sollten Sie
zu einer dieser "benachteiligten" Berufsgruppen
gehören, sollten die die Angebote sorgfältig
vergleichen, da nicht immer alle
Krankenversicherungen dieselben Berufsgruppen gleich
einstufen.
Tarifliche Leistungen: Dieser Punkt spielt mitunter
die größte Rolle bei der Berechnung der Beitragshöhe.
Von den Versicherungen werden viele Tarife angeboten,
die sehr unterschiedliche Leistungen anbieten. Wer
wirklich nur die Grundversorgung abdecken möchte,
kann beispielsweise einen Basis- bzw. Standardtarif
wählen. Dieser ist je nach Anbieter und den weiteren
Faktoren bereits ab 55 Euro monatlich zu erhalten.
Möchte man weitere Leistungen wie zum Beispiel
Chefarztbehandlung bei stationären Aufenthalten oder
Krankentagegeld in Anspruch nehmen, wird der Beitrag
natürlich dementsprechend höher.
Gesundheitszustand: Vorerkrankungen bzw. der
aktuelle Gesundheitszustand bei Aufnahme in die
Versicherung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle,
die man im Zuge der Beitrags-Berechnung
berücksichtigen muss. Je nach Art der vorhandenen
Erkrankungen und Gesundheitsschäden, berechnen die
Krankenversicherer einen Risikozuschlag oder auf
Dauer einen höheren Beitrag. Die Erhöhung des
Beitrages aufgrund verschiedener Vorerkrankungen ist
dabei von Versicherer zu Versicherer sehr
unterschiedlich, sodass man auch hier gut
vergleichen sollte.