Lebensversicherung Beratungs Checkliste
Lebensversicherung (Berechnung)
Versicherungssumme: Um den Beitrag zur klassischen
Kapitallebensversicherung berechnen zu können, muss
man natürlich zunächst einmal die Versicherungssumme
festlegen. Dies sollte angemessen sein und weder zu
niedrig noch zu hoch ausfallen.
Geschlecht: Anders als beispielsweise bei der
privaten Krankenversicherung, zahlen Frauen einen
etwas niedrigeren Beitrag zur
Kapitallebensversicherung. Das ergibt sich aus der
höheren Lebenserwartung, wodurch die Versicherung
über einen längeren Zeitraum Beiträge erhält, bis es
zum Versicherungsfall kommt.
Alter: Das Alter des Versicherten hat ebenfalls
einen größeren Einfluss auf die Beitragshöhe. Da
eine bestimmte Versicherungssumme festgelegt ist,
muss der zu zahlenden Beitrag sich am Alter des
Versicherten, also an der "Restlaufzeit" des
Versicherungsvertrages orientieren.
So muss ein 40-jähriger Mann daher natürlich einen
erheblich höheren Beitrag zahlen, um die gleiche
Versicherungsleistung zu erhalten, wie ein
25-Jähriger. Also gilt auch hier der Tipp, so früh
als möglich den Vertrag abzuschließen.
Beruf / Einschluss Berufsunfähigkeitsversicherung:
Im Rahmen einer Kapitallebensversicherung bieten
viele Gesellschaften den Einschluss einer
Berufsunfähigkeitsversicherung an. Diese erhöht den
Beitrag zum Teil erheblich. Zudem kommt es dann auch
noch darauf an, in welchem Beruf man tätig ist, da
es Unterschiede hinsichtlich der Beitragshöhe gibt.
Der Abschluss einer privaten
Berufsunfähigkeitsversicherung ist heute sicherlich
sehr sinnvoll, es ist eben nur die Frage, ob man das
im Rahmen einer Lebensversicherung macht, oder eine
separate Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt.
Todesfallbonus: Eine weitere Option, die im Bereich
der Lebensversicherung Einfluss auf die Berechnung
des Beitrages hat, ist der so genannte
Todesfallbonus. Tritt der Versicherungsfall ein,
also verstirbt der Versicherte, erhält der
Begünstigte durch den vereinbarten Todesfallbonus
eine erhöhte Versicherungssumme, je nachdem, wie
hoch der Todesfallbonus vereinbart wurde.
Natürlich erhöht auch die Vereinbarung des
Todesfallbonus den Beitrag bzw. senkt die Rendite.
Beitragsverrechnung: Die übliche Art von Rendite,
die man im Rahmen einer Kapitallebensversicherung
erhält, ist die verzinsliche Ansammlung von Kapital
und die spätere Überschussbeteiligung. Man kann
allerdings auch die Option wählen, einen Teil oder
die gesamte Rendite dazu zu nutzen, den Beitrag zu
reduzieren. Allerdings ist diese Variante nicht sehr
zu empfehlen, da man eine Kapitallebensversicherung
in erster Linie wählt, um Kapital anzusammeln, und
nicht um niedrigere Beiträge zu zahlen.
Dynamische Beitragsanpassung: Da es im Rahmen der
Wirtschaft eigentlich ständig eine Art Inflation
gibt, nämlich dass das Geld weniger wert wird, kann
man die Beiträge zur Kapitallebensversicherung auch
dynamisieren. Das bedeutet, der Beitrag erhöht sich
jährlich um die aktuelle Inflationsrate oder einen
festgelegten Wert, und soll damit bewirken, dass die
spätere Kapitalauszahlung den gleichen "Wert" hat,
wie zum Zeitpunkt der Berechnung.
Lebensversicherung (Beratung)
Im Rahmen der Kapitallebensversicherung gibt es für
den Kunden sicherlich Einiges zu beachten, da es
sich um kein "einfaches" Produkt handelt. Zunächst
solle man wissen, welche Optionen für einen selber
sinnvoll sind (Todesfallbonus, Einschluss BUZ,
Dynamisierung etc.).
Zudem muss man natürlich auch beachten, dass nicht
wenige Versicherungsmakler einem auch eine zu hohe
Versicherungssumme empfehlen, da deren
Provisionshöhe von der Versicherungssumme abhängig
ist. Die Zahlung der Beiträge sollte man möglichst
jährlich durchführen, da bei unterjähriger
Zahlungsweise zumeist ein Aufschlag auf den Beitrag
berechnet wird.
Eine Dynamisierung der Beiträge ist im Übrigen auch
nicht zu empfehlen. Das Prinzip (Anpassung an die
Inflation) klingt zwar zunächst sehr attraktiv, aber
mit jeder Dynamisierung werden auch die zu zahlenden
Provision wieder neu berechnet.
Wer grundsätzlich keine Absicherung für den
Todesfall benötigt, der sollte sich lieber für eine
private Rentenversicherung entscheiden, da dort kein
Teil des Beitrages für die nötige Risikoabsicherung
verwendet wird. Wer hingegen nur eine
Todesfallabsicherung wünscht, ist mit einer reinen
Risikolebensversicherung deutlich besser bedient.