Hausratversicherung Beratungs Checkliste
Hausratversicherung (Berechnung)
Deckungssumme: Der wichtigste Faktor hinsichtlich der Beitragshöhe zur Hausratversicherung ist die Höhe der Deckungssumme. Diese wird zwar von der Versicherungsgesellschaft in der Regel mit einem festen Wert pro Quadratmeter Wohnfläche berechnet, in der Praxis empfiehlt es sich jedoch, die Deckungssumme am tatsächlichen Wert des Hausrates zu bemessen.
Dazu sollte man den Wert des Hausrates, also die Elektrogeräte, Möbel, Kleidung etc. mit dem derzeitigen Neuwert schätzen, und lieber etwas großzügigere Summen ansetzen, als dass man später unterversichert ist.
Glasversicherung: Die Glasbruchversicherung ist eine Erweiterungsoption im Rahmen der Hausratversicherung. Sie deckt Schäden am Glas, also vor allem natürlich an den Fenstern ab, die aufgrund verschiedener Ereignisse (z.B. Erschütterung, Einbruch etc.) entstehen können.
Versichert sind auch alle Gläser innerhalb des Hausrates, weshalb die Glasversicherung besonders für Personen zu empfehlen ist, die besonders wertvolles Glas als Bestandteil des Hausrates haben.
Diese Zusatzversicherung kostet rund 25 Euro mehr im Jahr.
Überspannungsschäden: Die teuersten Teile des Hausrates sind oftmals die Elektrogeräte wie zum Beispiel Fernseher, Computer oder Stereo-Anlage. Durch Überspannung können diese Geräte unter Umständen defekt werden. Dieser Schaden ist grundsätzlich nicht im Rahmen der Hausratversicherung versichert, man hat aber die Möglichkeit, Überspannungsschäden mit in die Versicherung einzuschließen.
Fahrraddiebstahl: Auch der Diebstahl des Fahrrades kann im Rahmen der Hausratversicherung mitversichert werden. Allerdings gelten hier in den meisten Fällen bestimmte Einschränkungen, die dem Versicherten natürlich vielfach nicht bewusst sind. So muss das Fahrrad bei vielen Versicherungen zum Beispiel mit einem speziellen Schloss (nicht "irgendeines") abgeschlossen werden und zudem tritt die Versicherung auch nur dann im Schadensfall ein, wenn das Fahrrad zwischen 22 und 6 Uhr aus einem verschlossenen Raum gestohlen wurde. Die genauen Bedingungen muss man also beim jeweiligen Versicherer erfragen. Der zusätzliche Beitrag beträgt je nach Versicherungssumme für das Fahrrad 20 bis 50 Euro jährlich. Eine höhere Versicherungssumme für den Fahrraddiebstahl als maximal fünf Prozent der Hausrat-Versicherungssumme ist ohnehin in der Regel nicht möglich.
Elementarschäden: Elementarschäden kann man ebenfalls als Erweiterung im Rahmen der Hausratversicherung einschließen. Zu den Elementarschäden zählen Erdbeben, Sturmfluten, Vulkanausbrüche, Erdrutsche oder Überschwemmungen. Meistens sind allerdings nur spezielle Gebiete (Alpen- oder Küstennähe) von diesen speziellen Gefahren bedroht, sodass die meisten Personen sicherlich auf den Einschluss der Elementarschäden gegen einen jährlichen Aufpreis von ca. 25 Euro sicherlich verzichten können.
Weitere Zusatzeinschlüsse: Neben den genannten Zusatzversicherungen im Rahmen der Hausratversicherung, gibt es noch weitere, oftmals nicht so bekannte Zusatzabsicherungen, die nicht in der Basis-Hausratversicherung enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel Schäden durch Wasser aus Aquarien, Diebstahl von Gartenmöbeln, Schäden durch Rauch oder Verpuffung oder auch Schäden durch Erpressung. Diese Zusatzeinschlüsse kosten jährlich je nach Art des versicherten Schadens zwischen 5 und 30 Euro je Zusatzversicherung.
Hausratversicherung ( Beratung)
Die Hausratversicherung zählt sicherlich zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Zunächst einmal benötigt man aber nur die "Basisversion", d.h. dass Schäden aufgrund von Brand, Diebstahl, Vandalismus, Leitungswasser etc. ersetzt werden. Die weiteren Zusatzoptionen wie Glasbruch, Fahrraddiebstahl oder Elementarschäden benötigt man natürlich nur dann, wenn das abgesicherte Risiko auch realistisch vorhanden ist, denn wenn man bedenkt, dass jede Zusatzversicherung ca. 20 Euro mehr im Jahr kostet, könnte schon ein oftmals unsinnig hoher Beitrag zustande kommen.
Was aber im Rahmen der Hausratversicherung sehr wichtig ist, ist darauf zu achten, dass man nicht unterversichert ist. Die meisten Versicherungsunternehmen bieten (auch wenn sie das kaum aktiv erwähnen) einen Unterversicherungsverzicht an, wenn der Quadratmeter mit einer bestimmten Deckungssumme versichert wird. Tritt dann ein Schaden ein und ist dieser höher, als die Versicherungssumme, bekommt man diesen Schaden dennoch aufgrund des Unterversicherungsverzicht in voller Höhe erstattet. Ohnehin sollte man die Versicherungssumme großzügig berechnen, denn oftmals unterschätzt man den Wert des gesamtes Hausrates mit Elektronik, Möbeln, Teppich, Geschirr, Kleidung etc..
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