Unfallversicherung Lexikon - Wichtigste Begriffserklärungen | Glossar

In unserem "Unfallversicherung Lexikon" finden Sie die häufigsten und wichtigsten Begrifferklärungen zum Thema Unfallversicherung. Dabei legen wir hohen Wert auf die verständliche Erklärung der Begriffe, damit auch ein Laie diese verstehen kann.

Beitragsrückgewähr Invaliditätsgrades Rückholkosten
Beitragssatz Invaliditätsleistung Schwerverletzten
Bergungskosten Invaliditätssummen Selbstverstümmelung
Dauernd Pflegebedürftige Kinderunfällen Sofortleistung
Dynamik Kinderunfallversicherung Tagegeld
Existenzgrundlage Komageld Todesfallsumme
Gebrauchsunfähigkeit von
Gliedmaßen und Organen
Kosmetische Operationen Übergangsleistung
Gefahrengruppen Krankenhaustagegeld Umschulungsgeld
Genesungsgeld Krankentagegeld Unfall-Krankenhaustagegeld
Gesetzliche Unfallversicherung Kurkostenbeihilfe Unfallrente
Gesundheitsfragen Pflegebedürftigkeit Unfallverhütung
Gliedertaxe Private Unfallversicherung Vorerkrankung
Grundsumme Progression Vorinvalidität
Heilbehandlungskosten Progressionsregelung Vorsorgeaufwendungen
Invalidität Rehabilitation Vorvertragliche Anzeigepflicht

Beitragsrückgewähr
Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist eine besondere Form der privaten Unfallversicherung, die nicht von allen Gesellschaften angeboten wird. Hierbei wird die Versicherung in der Art einer Kapitallebensversicherung vereinbart. Während der gesamten Laufzeit besteht ein Unfallversicherungsschutz. Tritt der Tod während der Laufzeit ein, dann wird die vereinbarte Kapitalsumme gezahlt. Bei Ablauf der Versicherung werden mindestens die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt. Die Laufzeit bei dieser Versicherungsart muss mindestens 12 Jahre betragen. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Beitragssatz
Der Beitragssatz in der privaten Unfallversicherung wird meist für jede einzelne Leistungsart festgelegt. Dabei sind unterschiedliche Beitragssätze für die die verschiedenen Risikogruppen vorgesehen. Hier wird unterschieden zwischen Männern mit und ohne körperliche Tätigkeiten, Frauen, Kindern, Nichtberufstätigen. Die Ausübung besonders risikoreicher Sportarten erfordert meist einen Zuschlag zum Beitragssatz. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Bergungskosten
Die Bergungskosten einer Unfallversicherung sollen die Kosten von Such-, Rettungs- und Bergungsaktionen begleichen. Dies gilt zum Beispiel bei vermissten Bergsteigern, Wanderern oder durch eine Lawine Verschüttete. Diese Kosten werden auch erstattet, wenn es nicht zu einem Unfall gekommen ist, jedoch nach den Umständen einer anzunehmen war. Die Bergungskosten sind in den meisten privaten Unfallversicherungen beitragsfrei mit einer festen Summe enthalten. Eine Erhöhung mit Zusatzbeitrag ist möglich. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Dauernd Pflegebedürftige
Besteht eine dauernde Pflegebedürftigkeit, dann kann keine Unfallversicherung abgeschlossen werden. Dieser Personenkreis ist in der privaten Unfallversicherung nicht versicherungsfähig. Hier würde der Abschluss einer Unfallversicherung auch wenig Sinn machen. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Dynamik
Eine private Unfallversicherung kann mit und ohne Dynamik vereinbart werden. Eine Dynamik macht insoweit Sinn, als der Versicherungsschutz jährlich an das gestiegene Preisniveau angepasst wird. Während der gesamten Laufzeit werden deshalb die Versicherungsleistungen immer in bedarfsgerechter Höhe bei einem Unfall gezahlt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Existenzgrundlage
Für die meisten Menschen bildet ihr Beruf und ihre Arbeitskraft die wirtschaftliche Existenzgrundlage. Hierdurch erzielen sie ihre Einkünfte und bestreiten damit ihren Lebensunterhalt. Erleiden sie durch einen Unfall einen Körperschaden, der sie an der weiteren Ausübung ihres Berufes hindert, verlieren sie damit auch ihre Existenzgrundlage. Daher sollen die Leistungen einer Unfallversicherung die wirtschaftliche Existenz sichern. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gebrauchsunfähigkeit von Gliedmaßen und Organen
Eine Invalidität kann nicht nur durch den vollständigen Verlust von Gliedmaßen und Organen eintreten. Auch die Gebrauchsunfähigkeit führt zur Invalidität. Das bedeutet, dass die Gliedmaßen und Organe noch vorhanden sind, ihren Zweck aber nicht mehr erfüllen. Dies ist beispielsweise bei Fingern und Armen bei Durchtrennung von Sehnen und Nerven der Fall. Die Versteifung von Beinen nach Knochenbrüchen und anderen Verletzungen gehört ebenfalls hierzu. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gefahrengruppen
Die Höhe des Beitrages in der privaten Unfallversicherung richtet sich nach dem Alter, dem Geschlecht und dem ausgeübten Beruf. Diese Unterscheidung und zusätzliche Risikomerkmale werden in Gefahrengruppen zusammengefasst. So ist ein Bauarbeiter und ein Berufskraftfahrer in einer höhern Gefahrengruppe als ein Buchhalter oder eine Hausfrau. Bei solchen Personen ist der Eintritt eines Unfalles wahrscheinlicher und wird durch einen höheren Risikobeitrag berücksichtigt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Genesungsgeld
Das Genesungsgeld ist eine Geldleistung der privaten Unfallversicherung. Es wird im Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung gezahlt. Dabei richtet sich die Dauer der Zahlung nach der Anzahl der Tage, die der Unfallverletzte vorher stationär behandelt wurde. Das Genesungsgeld wird als fest vereinbarte tägliche Summe oder als degressiv fallende Geldleistung gewährt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gesetzliche Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet für Unfälle während der Arbeitszeit. Gleichzeitig bietet sie einen Versicherungsschutz auf den direkten Wegen zur Arbeitsstelle und auf dem Heimweg. Leistungspflicht besteht im Gegensatz zur privaten Unfallversicherung auch für Berufskrankheiten. Es besteht eine Versicherungspflicht für alle Arbeitnehmer. Die Versicherungspflicht ist vielfach auch durch Satzung auf Unternehmer ausgeweitet worden. Die Beitragszahlung erfolgt dabei ausschließlich durch die Betriebe. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt auch Unfälle von Schülern, Studenten und Kindergartenkindern ab. Auch wer bei Unglücksfällen Hilfe leistet oder Organe spendet, ist in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gesundheitsfragen
Wer eine private Unfallversicherung abschließen will, muss bei der Antragstellung auch einige Gesundheitsfragen beantworten. Im Gegensatz zu einer Krankenversicherung beschränken sich diese Fragen aber auf das Vorliegen erheblicher Erkrankungen, die für den Unfallversicherungsschutz erheblich sind. So ist anzugeben, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt oder Gebrechen bestehen. Auch das Fehlen von Gliedmassen ist anzugeben. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gliedertaxe
Bei Verlust oder Funktonsausfall von Organen oder Körperteilen wird die Zahlung einer Invaliditätssumme fällig. Dabei richtet sich die Höhe der Summe nach dem Grad der Invalidität. Damit es bei der Beurteilung der Invalidität nicht zu unterschiedlichen medizinischen Ergebnissen kommt, sind schon bei Vertragsschluss die häufigsten Verletzungen mit festen Invaliditätsgraden vereinbart. So ist der Verlust eines Daumens mit 20%, eines sonstigen Fingers mit 5%, der Verlust eines Armes mit 70%, der Verlust eines Auges mit 50% festgelegt. Diese Gliedertaxe ist Bestandteil jeder Unfallversicherung. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Grundsumme
Als Grundsumme in der Unfallversicherung bezeichnet man die vereinbarte Invaliditätssumme. Diese Grundsumme wird meist mit einer Progression angeboten. Das bedeutet, dass sich die vereinbarte Grundsumme progressiv erhöht, je höher der Invaliditätsgrad ist, der bei einem Unfall eintritt. So wird bei Vollinvalidität, je nach Vereinbarung, zwischen der dreifachen und sechsfachen Grundsumme an den Verletzten ausgezahlt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Heilbehandlungskosten
Als Heilbehandlungskosten bezeichnet man alle Kosten für Leistungen, die für eine unmittelbare Heilung der Unfallverletzungen eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um die Erstversorgung, ärztliche Behandlung, zahnärztliche Behandlung einschließlich Zahnersatz, Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, Krankenhausbehandlung und häusliche Krankenpflege. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Invalidität
Invalidität bedeutet, dass das die körperlichen Fähigkeiten durch eine Körperverletzung eingeschränkt sind. Bei Invalidität ist man nicht mehr in der Lage Dinge zu tun, zu denen ein gesunder Mensch fähig ist. Dies gilt insbesondere bei Verlust von Armen und Beinen. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Invaliditätsgrades
Mit einer privaten Unfallversicherung sind Invaliditätssummen vereinbart. Diese Summen werden in dem Umfang ausgezahlt, wie eine Invalidität eingetreten ist. Die Beurteilung des Invaliditätsgrades wird dabei ärztlich festgestellt. Für bestimmte Verletzungen bzw. Verluste von Körperteilen oder Organen werden feste Invaliditätsgrade gebildet. Diese sind in der Gliedertaxe zusammen gefasst. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Invaliditätsleistung
Die wichtigste Leistung neben einer Unfallrente ist die Zahlung einer Invaliditätssumme. Sie ist gewissermaßen das Kernstück jeder privaten Unfallversicherung. Mit der Invaliditätsleistung wird erst der Zweck einer Unfallversicherung erfüllt. Hier wird nämlich dem Unfallverletzten ein entsprechender Ausgleich für die durch den Unfall eingeschränkte Erwerbsmöglichkeit und den Verlust von Körperteilen geboten. Die Invaliditätsleistung wird gewährt, wenn durch einen Unfall eine Invalidität eintritt. Dabei wird meist schon eine Invaliditätsleistung ab einem Invaliditätsgrad von 1 Prozent gezahlt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Invaliditätssummen
Kernstück jeder privaten Unfallversicherung ist die Vereinbarung von Invaliditätssummen. Dabei wird die Zahlung einer Summe bei vollständiger oder teilweiser Invalidität vereinbart. Es handelt sich hier um eine reine Geldleistung, die sich nach der Höhe der festgestellten Invalidität richtet. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kinderunfällen
Kinder haben noch nicht die Lebenserfahrung von Erwachsenen. Deshalb können sie Gefahren und Risiken oft nicht realistisch einschätzen. Deshalb sind sie auch besonders durch Unfälle gefährdet. Dies gilt im Verkehr, beim Spielen und beim Sport. Deshalb ist eine private Unfallversicherung für sie besonders wichtig. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kinderunfallversicherung
Die Kinderunfallversicherung ist eine besondere Unfallversicherung, deren Leistung speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist. Kernstück einer solchen Kinderunfallversicherung ist meist eine lebenslange Unfallrente. Hintergrund hierfür ist, dass die Kinder zwar jetzt noch ihre Eltern haben, die sich um ein verletztes Kind kümmern. Später sind sie allein auf sich gestellt. Wird durch einen Unfall das Erlernen oder Ausüben eines Berufes unmöglich, oder ist das Kind körperlich oder geistig stark eingeschränkt, muss später der Lebensunterhalt anderweitig sichergestellt werden. Dies geschieht in diesem Falle durch eine angemessene lebenslange Unfallrente. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Komageld
Das Komageld ist eine noch neuartige Leistung der privaten Unfallversicherung, die noch nicht von allen Gesellschaften angeboten wird. Das Komageld wird gezahlt, wenn sich der Versicherte als Unfallfolge in einem Koma befindet. Das Komageld wird meist in der Höhe des mitversicherten Krankenhaustagegeldes eingeschlossen. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kosmetische Operationen
Die meisten Unfallversicherungen sehen die Zahlung eines Geldbetrages bei kosmetischen Operationen vor. Hier handelt es sich meist um Narbenkorrekturen unfallbedingter Verletzungen. Viele Gesellschaften bieten diesen Schutz auch für den durch einen Unfall bedingten Zahnverlust und den dadurch erforderlichen Zahnersatz an. Dies ist wichtig, da im Bereich der Krankenversicherung immer nur eine teilweise Deckung möglich ist. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Krankenhaustagegeld
Das Krankenhaustagegeld ist eine Leistung, die auch in einer privaten Unfallversicherung vereinbart werden kann. Diese Leistung wird gewährt, wenn eine stationäre Krankenhausbehandlung mindestens 24 Stunden dauert und durch eine Unfallfolge erforderlich wird. Viele Versicherungen zahlen das Krankenhaustagegeld auch, wenn zwar keine Krankenhausbehandlung erfolgt, aber eine solche notwendig wäre und stattdessen eine ambulante Operation durchgeführt wird. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Krankentagegeld
Das Krankentagegeld in der privaten Unfallversicherung wird für alle Tage einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Es hat damit gewissermaßen eine Lohnersatzfunktion. Die meisten Gesellschaften bieten ein solches Tagegeld nicht ab erstem Tag einer Arbeitsunfähigkeit an, sondern häufig erst ab dem 8. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kurkostenbeihilfe
Eine Kurkostenbeihilfe wird gezahlt, wenn wegen eines Unfalles eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme oder ein Sanatoriumsaufenthalt erforderlich wird. Diese Leistung wird nicht von allen privaten Unfallversicherungen angeboten. Vorgesehen ist entweder ein täglicher Betrag oder eine pauschale Summe. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Pflegebedürftigkeit
Eine Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, die täglichen Dinge zu erledigen. Hierzu gehört das An- und Ausziehen, Körperpflege wie Waschen und Rasieren, Toilettengang, Einnahme von Mahlzeiten. Benötigt man für diese alltägliche Verrichtungen fremde Hilfe, liegt Pflegebedürftigkeit vor. Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird dabei von einem medizinischen Dienst festgestellt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Private Unfallversicherung
Die private Unfallversicherung unterscheidet sich von der gesetzlichen Unfallversicherung dadurch, dass der Unfallschutz durch einen Vertrag zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung zustande kommt. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist nur der Arbeitsbereich und die damit zusammenhängenden Wege versichert. Die private Unfallversicherung kann dagegen alle Bereiche versichern. Das kann sowohl ein Schutz rund um die Uhr sein oder sich auf den Freizeitbereich beschränken. Hat man einen Rundumschutz vereinbart, dann leistet die private Unfallversicherung auch bei Arbeitsunfällen. Hier besteht Anspruch aus beiden Versicherungen, ohne dass eine gegenseitige Anrechnung der Leistungen erfolgt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Progression
Hauptleistung einer privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätssumme. Dabei gilt der Grundsatz, je schwerer ein Unfall ist, umso höher sollte auch die Invaliditätssumme sein. Dies erreicht man durch die Vereinbarung einer Invaliditätssumme mit Progression. Bei einer solchen Vereinbarung steigt die fällige Invaliditätssumme mit dem Grad der Invalidität überproportional an. Ist beispielsweise eine Invaliditätssumme von 100.000 Euro mit einer fünffachen Progression vereinbart, dann ergeben sich folgende Leistungen:
Bei einer Invalidität von 20% beträgt die Invaliditätssumme = 20% = 20.000 Euro
Bei einer Invalidität von 50% beträgt die Invaliditätssumme = 80% = 80.000 Euro
Bei einer Invalidität von 100% beträgt die Invaliditätssumme 500% = 500.000 Euro Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Progressionsregelung
Mit einer privaten Unfallversicherung wird eine bestimmte Invaliditätssumme vereinbart. Diese Summe ist meist mit einer Progressionsregelung versehen. Dies hat den Hintergrund, dass man bei geringen Invaliditätsgraden nicht so sehr auf die Geldzahlung angewiesen ist als bei schweren Verletzungen. Je größer die Verletzung und damit der Invaliditätsgrad sind, umso stärker steigt die Summe progressiv an.

Hierzu ein Beispiel: Bei einer vereinbarten Invaliditätssumme von 100.000 € und fünffacher Progression wird bei 20%iger Invalidität eine Summe von 20.000 € fällig (z.B. Verlust eines Daumens). Bei Verlust eines Armes besteht 70%ige Invalidität. Hier werden aber nicht nur 70% gezahlt, sondern aufgrund einer Progressionsregelung 160%. Bei vollständiger Invalidität erhöhen sich die 100% auf 500%, somit auf die Summe von 500.000 €. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Rehabilitation
Die Rehabilitation bedeutet die Wiederherstellung des Gesundheitszustandes nach einer Krankheit oder eines Unfalles. Dabei kommen spezielle Rehabilitationsmaßnahmen ambulanter oder stationärer Art in Frage. In der privaten Unfallversicherung wird zur Unterstützung der Rehabilitation eine besondere Reha-Leistung gewährt. Dies geschieht meist in Form eines pauschalen Geldbetrages, der bei einer Reha-Maßnahme fällig wird. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Rückholkosten
Die meisten privaten Unfallversicherungen schließen als Leistung auch die Rückholkosten ein. Hierbei handelt es sich um die Kosten, wenn bei einem Unfall im In- oder Ausland eine eigenständige Rückkehr nicht möglich ist. In diesem Falle werden die Kosten für Rettungsflug, Krankentransport oder im Todesfall die Überführungskosten gezahlt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schwerverletzten
Für Schwerverletzte kann in einer Unfallversicherung eine besondere Leistung vereinbart werden. Diese Leistung wird sofort neben einer Invaliditätssumme gezahlt. Dabei sind die Arten der Verletzungen festgelegt, bei denen diese Leistung fällig wird. Hierbei handelt es sich um Querschnittslähmungen, Erblindungen, Amputationen, Mehrfachverletzungen z.B. gleichzeitiger Bruch des Ellenbogens und des Oberschenkels, gewebezerstörende Schäden an inneren Organen und Verbrennungen des II. und III. Grades. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Selbstverstümmelung
In der privaten Unfallversicherung sind die Verletzungsfolgen wegen einer Selbstverstümmelung nicht versichert. Immer wieder kommt es vor, dass sich Personen selbst verstümmeln, in dem sie Finger, Hand oder Fuß absichtlich abschneiden oder abhacken. Hintergrund ist meist eine Unfallversicherung, aus der sie hohe Entschädigungsleistungen zu erwarten haben. Wird nachgewiesen, dass es sich um eine absichtliche Eigenschädigung handelt, zahlt die Unfallversicherung nicht. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Sofortleistung
Bei der Sofortleistung bei Schwerverletzungen handelt es sich um eine in der privaten Unfallversicherung vereinbarte Geldsumme bei besonderen Verletzungsarten. Diese wird sofort bei bestimmten, in den Bedingungen aufgeführten, aufgeführten Verletzungen fällig. Hierzu gehören Querschnittslähmungen, Erblindung, Amputationen des ganzen Fußes oder der ganzen Hand, Schädel-Hirn-Verletzungen mit Hirnblutung, Verbrennungen des II. oder III. Grades von 30% der Körperoberfläche. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Tagegeld
Das Tagegeld der privaten Unfallversicherung hat die Funktion eines Krankengeldes. Hiermit wird während der Arbeitsunfähigkeit durch Unfallfolgen der Einkommensausfall ausgeglichen. Dabei spielt es keine Rolle ob der Verletzte sich in stationärer oder ambulanter Behandlung befindet. Voraussetzung ist nur, dass die Unfähigkeit zur Arbeitsleistung regelmäßig ärztlich festgestellt wird. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Todesfallsumme
Hauptgrund einer Unfallversicherung ist es, durch Zahlung von Invaliditätssummen und Unfallrenten den Unfallverletzten ein Leben frei von finanziellen Belastungen durch den Unfall zu ermöglichen. Es ist aber auch möglich, eine Todesfallsumme in die Unfallversicherung einzuschließen. Hiermit kann man seine Hinterbliebenen absichern. Eine Todesfallsumme ist aber in jedem Falle zu empfehlen, da die Invaliditätsleistung erst nach einem Jahr ausgezahlt wird.

Stirbt der Verletzte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall an den Unfallfolgen, ist keine Invaliditätssumme fällig. Wenn man dann schon das Haus behindertengerecht umgebaut, oder im Vorgriff auf eine Invaliditätssumme Ausgaben veranlasst hat, stehen die Hinterbliebenen vor einem finanziellen Problem. Dies wird durch die gleichzeitige Vereinbarung einer Todesfallsumme gelöst. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Übergangsleistung
Bei einem Unfall lässt sich oft erst nach Ablauf der akuten Heilbehandlung erkennen, ob ein Dauerschaden, d.h. eine Invalidität vorliegt. Die in der privaten Unfallversicherung vereinbarte Invaliditätssumme wird deshalb erst frühestens nach einem Jahr gezahlt. Der Versicherte hat jedoch oftmals schon vorzeitig einen erhöhten finanziellen Bedarf um die Unfallfolgen auszugleichen.

Aus diesem Grunde sehen die meisten Unfallversicherungen eine Übergangsleistung vor. Diese wird als Abschlag auf die zu erwartende Invaliditätssumme gezahlt, wenn nach sechs Monaten noch mindestens eine Einschränkung von 50 Prozent vorliegt und mit einer weiteren Invalidität zu rechnen ist. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Umschulungsgeld
Einige private Unfallversicherungen sehen die Zahlung eines Umschulungsgeldes vor, wenn wegen der Unfallfolgen die Umschulung in einen anderen Beruf erforderlich wird. Hierbei handelt es sich um einen festen Geldbetrag, der die erhöhten Bedürfnisse während der Umschulung abdecken soll. Dieser soll allerdings nicht die Kosten einer Umschulung abdecken. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Unfall-Krankenhaustagegeld
Das Unfall-Krankenhaustagegeld ist eine Leistung der privaten Unfallversicherung. Hierbei wird für jeden Tag des unfallbedingten Krankenhausaufenthaltes ein vereinbartes Tagegeld als Geldleistung gezahlt. Dies soll die Mehrkosten, die durch den stationären Aufenthalt entstehen, abdecken. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Unfallrente
Eine der wichtigsten Leistungen der privaten Unfallversicherung ist die Vereinbarung einer Unfallrente. Eine solche Unfallrente wird ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent gezahlt. Die Unfallrente wird lebenslang gezahlt. Deshalb ist die Vereinbarung einer solchen Rente in jungen Jahren besonders empfehlenswert. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Unfallverhütung
Die Unfallverhütung ist eine vorrangige Aufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung. Deshalb haben sie für alle Bereiche Unfallverhütungsvorschriften zu erlassen, die von den Betrieben und den Arbeitnehmern zu beachten sind. Speziell geschulte Sicherheitskräfte in den Betrieben sorgen für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Zur Durchsetzung der Unfallverhütung stehen den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern öffentlich-rechtliche Zwangsmittel wie die Verhängung von Bußgeldern zu. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorerkrankung
Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung wird auch nach Vorerkrankungen gefragt. Eine Ablehnung der Unfallversicherung wegen einer Vorerkrankung erfolgt allerdings nur in wenigen Fällen. Entscheidend ist, dass durch eine Erkrankung keine höhere Unfallgefahr entsteht. Für Personen, die pflegebedürftig sind, an einer Geisteskrankheit leiden oder erblindet sind, wird kein Unfallversicherungsschutz gewährt. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorinvalidität
Tritt durch einen Unfall eine Invalidität ein, dann wird bei der Berechnung der Invaliditätsleistung geprüft, ob schon eine Vorinvalidität bestanden hat. Ist dies der Fall, dann werden die Invaliditätsansprüche um die bereits vorher bestandene Invalidität gekürzt. Beispielsweise verliert ein Schreiner seine linke Hand, an der bereits vorher zwei Finger fehlten. In diesem Falle wird die Entschädigung für die Hand um die Werte für die beiden fehlenden Finger entsprechend der Gliedertaxe verringert. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorsorgeaufwendungen
Die Beiträge zu einer privaten Unfallversicherung können steuerlich als Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Jährlich kann so ein Betrag in Höhe von 2.400 Euro als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bei der steuerlichen Zusammenveranlagung von Ehegatten verdoppelt sich dieser Betrag. Der Höchstbetrag gilt zusammen mit den anderen Aufwendungen für Kranken- Pflege- Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Enthält die private Unfallversicherung auch den Schutz für Arbeitsunfälle, dann akzeptieren die meisten Finanzämter auch die Geltendmachung der Hälfte der Beiträge als Werbungskosten. Dies ist sinnvoll, wenn der Sonderausgaben-Höchstbetrag bereits ausgeschöpft ist. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorvertragliche Anzeigenpflichten
Vor Abschluss einer privaten Unfallversicherung hat der Antragsteller alle wesentlichen Angaben zu machen, die für die Unfallversicherung erheblich sind. Hierzu gehört die wahrheitsgemäße Angabe von Vorerkrankungen, die von ihm ausgeübten Tätigkeiten und die Ausübung bestimmter gefährlicher Sportarten. Verletzt er diese Anzeigepflicht, kann dies unter Umständen zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Zum Unfallversicherung Tarifrechner   Nach oben scrollen