Privathaftpflicht Lexikon - Wichtigste Begriffserklärungen | Glossar

In unserem "Privathaftpflicht Lexikon" finden Sie die häufigsten und wichtigsten Begrifferklärungen zum Thema Private Haftpflicht. Dabei legen wir hohen Wert auf die verständliche Erklärung der Begriffe, damit auch ein Laie diese verstehen kann.

Absolute Ausschlüsse Haftungsgrundlagen für die Haftpflichtversicherung Schädiger
Allmählichkeitsschäden Kausalität Schlüsselrisiko
Amtshaftpflicht Kinderklausel Schuldfrage
Aufsichtspflicht über fremde Kinder Klausel Schuldhaft
Auskunftspflicht Leicht fahrlässig Selbsthilfe
Bagatellschäden Mietsachschäden Sonderkündigungsrecht
Berufshaftpflicht Miteigentum bei Grundbesitz Verjährung
Billigungsklausel Öltank-Haftpflichtversicherung Verkehrssicherungspflicht
Deckungssumme Pauschal Ombudsmann Verschuldenshaftung
Erstprämienverzug Personenschäden Versicherungsnehmer
Fahrlässigkeit Police Vorsatz
Folgeprämienverzug Regreßansprüche der Sozialversicherungsträger vorsätzliche Schäden
Forderungsausfall Regresspflichtig Vorsorgeaufwendungen
Gefährdungshaftung Sachschäden Vorsorgeversicherung
Gefahrenquellen des täglichen Lebens Schadenersatz Widerrechtlichkeit
Haftung Schadenersatzanspruch Widerspruchsrecht

Absolute Ausschlüsse
In der Haftpflichtversicherung sind verschiedene Tatbestände von der Haftung ausgeschlossen. Einige dieser Ausschlüsse können durch besondere Versicherungsbedingungen eingeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um relative Ausschlüsse. Bei den Ausschlüssen, die nicht abdingbar sind und die Haftung immer ausgeschlossen bleibt, bezeichnet man als absolute Ausschlüsse. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Allmählichkeitsschäden
Bei Allmählichkeitsschäden handelt es sich um solche Schäden, die nicht durch ein plötzliches Ereignis einen Schaden verursachen, sondern langsam, allmählich durch bestimmte Einwirkungen schädigend wirken. Dies gilt beispielsweise bei der Einwirkung von Feuchtigkeit, Dämpfen und Gasen, die erst versteckt austreten und erst später wahrgenommen werden.

In der Regel sind solche Allmählichkeitsschäden von der Haftpflicht ausgenommen. Vielfach werden sie jedoch über besondere Bedingungen wieder in den Versicherungsschutz einbezogen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Amtshaftpflicht
Eine Amtshaftpflicht besteht bei der hoheitlichen Handlung eines Beamten oder öffentlich Bediensteten. Verletzt eine solche Person vorsätzlich oder fahrlässig die einem Dritten obliegende Amtspflicht, so hat er den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Nach dem Grundgesetz trifft die Verantwortlichkeit für Amtspflichtverletzungen grundsätzlich den Staat bzw. die entsprechende Körperschaft.

Bei dem Beamten kann nur Regress genommen werden, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Die Haftung aus einer Amtspflichtverletzung ist nachrangig. Das bedeutet, dass nur ein Anspruch besteht, wenn der Geschädigte nicht auf andere Weise entschädigt wird. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Aufsichtspflicht über fremde Kinder
Eltern haften für den Schaden von Kindern, wenn diese schuldhaft einen Schaden verursachen und der Grund der widerrechtlichen Schädigung in der Verletzung der Aufsichtspflicht liegt. Der gleichen Haftung unterliegen auch die Personen, die aufgrund einer Gefälligkeit oder durch Vertrag die Aufsicht über minderjährige Kinder übernehmen. Eine entgeltliche Betreuung von Kindern ist meist nicht über die Privathaftpflicht abgesichert. Hierzu braucht man eine besondere Betriebshaftpflicht. Dagegen ist die Tätigkeit von Babysittern und Tagesmüttern meist in der privaten Haftpflicht mitversichert. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Auskunftspflicht
Der Versicherungsnehmer hat gegenüber der Versicherungsgesellschaft eine umfassende Pflicht zur Auskunft. Dies gehört zu den ihm aufgetragenen Obliegenheiten. Dies bezieht sich auf den Hergang von Schadensereignissen genauso wie auf eine Änderung von Verhältnissen, die eine Gefahrerhöhung darstellen. Er hat auf Verlangen jede gewünschte Auskunft zu geben, die im Zusammenhang mit einem Versicherungsfall stehen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Bagatellschäden
Eine Haftpflicht ist nicht von der Höhe eines Schadens abhängig. Auch bei Kleinschäden so genannten Bagatellschäden tritt die Haftung ein. Möglicherweise bieten Gesellschaften eine Prämienreduzierung an, wenn man auf die Geltendmachung von solchen Bagatellschäden verzichtet und einen Eigenbehalt vereinbart. Dies sollte allerdings in einem angemessenen Verhältnis stehen. Insbesondere bei mehreren Kleinschäden, kann dies für den Versicherungsnehmer letztlich teurer werden. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Berufshaftpflicht
Die Tätigkeit eines Arbeitnehmers ist in der Regel über die Privathaftpflicht abgedeckt. Zudem gelten hier Haftbeschränkungen wegen schadensträchtiger Tätigkeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und bei Arbeitsunfällen. Gegenüber Außenstehenden haftet der Betrieb für seine Arbeitnehmer als Erfüllungsgehilfen und Verrichtungsgehilfen. Deshalb brauchen Arbeitnehmer meist keine besondere Berufshaftpflicht.

Eine Berufshaftpflicht braucht aber jeder Gewerbetreibende und jeder Freiberufler. Ein Arzt, Zahnarzt, Steuerberater, Architekt ohne eine solche Berufshaftpflicht setzt seine wirtschaftliche Existenz aufs Spiel. Regresse wegen ärztlichen Kunstfehlern und Baumängeln dürften wohl jedem bekannt sein. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Billigungsklausel
Weicht ein Versicherungsschein von dem Versicherungsantrag oder den getroffenen Vereinbarungen ab, dann gilt diese Abweichung als vom Versicherungsnehmer genehmigt, wenn nicht innerhalb eine Monats widersprochen wird. Diese in § 5 VVG enthaltene Regelung wird als Billigungsklausel bezeichnet. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Deckungssumme pauschal
Als Deckungssumme bezeichnet man den Höchstbetrag, bis zu dem bei einem Schadensereignis von der Versicherung gezahlt wird. Meist ist für die verschiedenen Schadensarten wie Personenschaden, Sachschaden oder Vermögensschaden eine getrennte Deckungssumme vorgesehen. Vermehrt werden jedoch pauschale Deckungssummen für Personen- und Sachschäden vereinbart. Das bedeutet, dass unabhängig von der Schadensart die Gesamtsumme insgesamt als Deckung zur Verfügung steht. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Erstprämienverzug
Zahlt ein Versicherungsnehmer die Erstprämie nicht rechtzeitig, dann kann die Versicherung von dem Versicherungsvertrag zurück treten. Tritt ein Versicherungsfall ein und ist die Erstprämie nicht bezahlt, ist die Versicherung nicht zur Leistung verpflichtet. Die Versicherung wird von ihrer Leistungspflicht frei, wenn sie die Rechtsfolgen dem Versicherten schriftlich mitteilt oder der Versicherungsschein einen auffälligen Hinweis hierauf enthält. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Fahrlässigkeit
Fahrlässigkeit bedeutet die Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt. Diese Definition enthält § 276 BGB. Die Fahrlässigkeit wird in einfache und grobe Fahrlässigkeit eingeteilt. Dabei bedeutet grobe Fahrlässig die besondere Missachtung der Sorgfaltspflicht. Eine fahrlässig und widerrechtlich begangene Schädigung führt zu einer Haftpflicht des Schädigers. Diese ist durch eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Ausgeschlossen sind jedoch vorsätzlich begangene Schädigungen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Folgeprämienverzug
Zahlt der Versicherungsnehmer seine Folgeprämie nicht, dann kann ihm die Versicherungsgesellschaft eine Zahlungsfrist setzen, die mindestens zwei Wochen betragen muss. In der Zahlungsaufforderung muss der genaue Betrag angegeben und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden. Tritt ein Versicherungsfall nach Ablauf der Frist ein, ohne dass die Prämie gezahlt wurde, braucht die Versicherung nicht zu zahlen.

Außerdem kann die Versicherung nach Fristablauf den Versicherungsvertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Die Kündigung wird hinfällig, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats nach Kündigung die Prämie zahlt. Dies führt aber nicht zur Zahlungspflicht für bereits eingetretene Versicherungsfälle. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Forderungsausfall
Besonders ärgerlich ist es, wenn man selbst für Haftpflichtfälle vorgesorgt und eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und dann von einem nicht Versicherten geschädigt wird. Dann schaut man meist in die Röhre, wenn bei dem Schädiger nichts zu holen ist. Hier bieten die meisten Haftpflichtversicherungen inzwischen eine Forderungsausfalldeckung in der eigenen Versicherung an. Das bedeutet, dass man von der eigenen Versicherung entschädigt wird, wenn ein unversicherter Schädiger nicht zahlen kann. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gefährdungshaftung
In der Regel tritt eine Haftpflicht nur ein, wenn den Schädiger ein Verschulden trifft. Hiervon gibt es jedoch gesetzlich normierte Ausnahmen, bei denen auch eine Haftung ohne Verschulden eintritt. Grund der Haftung ist hier nur die Schaffung eines als gefährlich eingestuften Sachverhaltes. Die besonderen Gefährdungshaftungen sind meist nicht über die private Haftpflicht versichert.

Das gilt insbesondere für die Gefährdungshaftung für Kraftfahrzeuge. Hier besteht sogar eine Pflichtversicherung für die Haftpflicht. Eine weitere Gefährdungshaftung ergibt sich für Tierhalter. Wird durch ein Tier ein Mensch geschädigt, dann tritt die Haftung auch ohne Verschulden allein aufgrund der bestehenden Gefahr durch das Tier ein. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Gefahrenquellen des täglichen Lebens
Die Privathaftpflichtversicherung deckt die Gefahren des täglichen Lebens ab. Sie ist also umfassend und schließt meist nur die Gefahren des Berufes, Betriebes, Dienstes oder Amtes aus. Versichert sind die Haftung als Familien- und Haushaltsvorstand, als Inhaber einer Wohnung oder eines Hauses, Mieter, Radfahrer, Sporttreibender usw. Ausgeschlossen sind die Gefahren aus motorgetriebenen Land- oder Wasserfahrzeugen, Segelbooten, Waffenbesitz und als Jäger. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Haftung
Die Haftung bedeutet allgemein, dass man für ein Tun oder Unterlassen einzustehen hat, also dafür haftet. Haftpflichtig sein bedeutet somit, dass man zum Schadensersatz verpflichtet ist. Die Haftung kann sich dabei aus einem Verschulden ergeben oder der Schaffung einer Gefahr bestehen. Eine Haftung kann auch für mehrere gleichzeitig bestehen. In diesem Falle spricht man von gesamtschuldnerischer Haftung oder auch Mithaftung. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Haftungsgrundlagen für die Haftpflichtversicherung
Die Haftpflichtversicherung ist ein privater Versicherungsvertrag, der eine Übernahme des Haftungsrisikos des Versicherten zusagt. Die Haftpflichtversicherung selbst ist keine Haftungsgrundlage. Die Haftungsgrundlagen sind vielmehr in vielen Gesetzen verteilt. Das beginnt mit der Haftung für unerlaubte Handlungen wie Körperverletzung, die im BGB enthalten ist. Dies gilt auch für die Haftung des Tierhalters und Tierhüters, des Aufsichtspflichtigen, des Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen. Weitere Haftungsgrundlagen enthalten auch das Straßenverkehrsgesetz für den Straßenverkehr und das Haftpflichtgesetz für Schienenfahrzeuge. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kausalität
Eine Haftpflicht besteht nur dann, wenn ein Zusammenhang also eine Kausalität, zwischen einem Tun oder Unterlassen und der Schädigung besteht. Fällt beispielsweise jemand bei Glatteis auf einem nicht gestreuten Gehweg und verletzt sich dabei, dann tritt die Haftung wegen der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht ein. Erfolgt der Sturz aber aus innerer Ursache wegen eines Kreislaufversagens, fehlt es an einem Zusammenhang zwischen dem nicht gestreuten Weg und der Verletzung. Somit tritt keine Haftung ein. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Kinderklausel
Kinder, die das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind nicht deliktfähig. Das bedeutet sie haften nicht, wenn durch ihr Handeln ein Dritter geschädigt wird. Eine Haftung besteht nur dann für die Aufsichtspflichtigen, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Das führt dazu, dass die Geschädigten oft keinen Ersatz erhalten. Zerkratzt das sechsjährige Kind das Auto des Nachbarn und liegt keine Aufsichtspflichtverletzung vor, bleibt er auf seinem Schaden sitzen. Dies ist nicht gerade zuträglich für den nachbarschaftlichen Frieden.

Aus diesem Grunde bieten viele Gesellschaften auch die Deckung für deliktunfähige Kinder an. Ist eine solche Klausel vereinbart, dann zahlt die Haftpflichtversicherung auch wenn kein Anspruch des Geschädigten bestehen würde. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Klauseln
Der Umfang des Versicherungsschutzes für die Haftpflichtversicherung ist in den allgemeinen Haftpflichtbedingungen festgelegt. Dieser Versicherungsschutz kann für einzelne Haftpflichttatbestände oder Personenkreise erweitert werden. Eine solche Erweiterung erfolgt in der Regel über besonders vereinbarte Klauseln. Diese Klauseln werden dann Bestandteil des Versicherungsvertrages. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Leicht fahrlässig
Fahrlässigkeit bedeutet die Außerachtlassung einer allgemein zu erwartenden Sorgfaltspflicht. Diese Fahrlässig kann sich graduell unterscheiden zwischen leichter bzw. einfacher und grober Fahrlässigkeit. Auf den Umfang der Haftpflicht hat diese keine Auswirkung. Auch ein leicht fahrlässiges Verhalten, das zu einer Schädigung führt, begründet eine volle Haftung. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Mietsachschäden
In der privaten Haftpflichtversicherung sind die Mietsachschäden ausgeschlossen. Durch besondere Klauseln werden solche Schäden heute vielfach eingeschlossen. Dies gilt allerdings nicht für alle Mietsachschäden So sind Schäden an beweglichen Sachen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen meist auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Diese Sachen sind in Mietwohnungen überhaupt nicht versichert. Ausgeschlossen sind auch die Schäden an Heizungs-, Maschinen- und Kesselanlagen. Ebenfalls sind Glasschäden nicht mitversichert. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Miteigentum bei Grundbesitz
In der Regel ist die Haftung für Eigentümer von Wohnungen und Einfamilienhäuser in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert. Dies gilt auch für die Eigentumswohnungen. Ausgeschlossen ist jedoch die Leistungspflicht für den Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum. Für diesen Bereich braucht die Eigentümergemeinschaft eine gesonderte Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Öltank-Haftpflichtversicherung
Öltanks sind in der normalen Haftpflichtversicherung nicht mitversichert. Bei Ein- oder Zweifamilienhäusern kann die Deckung durch besondere Klauseln eingeschlossen werden. Dies gilt allerdings meist nur für Keller-Öltanks bis zu einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern. Größere Öltanks und Öltanks im Erdreich werden nur über eine besondere Haftpflichtversicherung versichert. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Ombudsmann
Der Ombudsmann ist eine von der privaten Versicherungswirtschaft eingerichtete unabhängige Schlichtungsstelle. Jeder, der Schwierigkeiten mit seiner Versicherung hat, kann ein Schiedsverfahren beim Ombudsmann beantragen. Der Ombudsmann muss besondere Voraussetzungen mitbringen. Er muss die Befähigung zum Richteramt haben. Während seiner Tätigkeit als Ombudsmann darf er sonst keine Tätigkeit ausüben. Die Anschrift des Ombudsmannes ist:
Versicherungsombudsmann e.V., Postfach 080632 10006 Berlin
Telefon 01804-224424 Telefax 01804-224425 Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Personenschäden
Als Personenschäden bezeichnet man alle Verletzungen des menschlichen Körpers. Personenschäden können auch psychische Folgen einer schuldhaften Handlung sein. Auch die Tötung eines Menschen fällt unter den Begriff der Personenschäden. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Police
Mit der Police oder Versicherungspolice bezeichnet man den Versicherungsschein. Dieser ist eine Urkunde über einen bestehenden Versicherungsvertrag zwischen der ausstellenden Gesellschaft und dem Versicherungsnehmer. Diese Urkunde enthält alle wesentlichen Merkmale, die den Versicherungsvertrag betreffen. Hierzu gehören Beginn und Laufzeit des Vertrages, Versicherungssumme, Vertragsgrundlagen, Versicherungsumfang und die Höhe der zu zahlenden Versicherungsprämie. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Regressansprüche der Sozialversicherungsträger
Bei Körperverletzungen gewähren die gesetzlichen Krankenkassen ihre Leistungen unabhängig von der Unfallursache. Bei Arbeitsunfällen leisten die gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Kommt es zu tödlichen Verletzungen, dann hat die gesetzliche Rentenversicherung oder die Unfallversicherung oftmals Renten an die Hinterbliebenen zu zahlen. In allen Fällen prüfen diese Sozialversicherungsträger, ob für die von Ihnen gewährten Leistungen einer schadensersatzpflichtig ist. Ist dies der Fall, dann gehen die Haftpflichtansprüche durch einen gesetzlichen Forderungsübergang auf die Sozialversicherungsträger über. Rechtsgrundlage hierzu ist der § 116 Sozialgesetzbauch X. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Regresspflichtig
Regress bedeutet Rückgriff. Wer von einem anderen schuldhaft geschädigt wurde und deshalb Aufwendungen hatte, kann Schadensersatz von dem Schädiger verlangen. Dies wird auch als Regress bezeichnet. Als Regress wird auch der Rückgriff von Dritten bezeichnet, die aus Anlass eines Schadens Aufwendungen erbracht haben. So sind die Krankenkassen berechtigt, für die Heilbehandlungskosten direkt beim Schädiger oder seiner Haftpflichtversicherung Ersatz zu fordern. Kraft Gesetzes sind die Regressansprüche auf die Sozialversicherungsträger übergegangen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Sachschäden
Sachschäden sind alle Schäden, die an körperlichen Gegenständen verursacht werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um bewegliche oder unbewegliche Gegenstände (Gebäude) handelt. Eine Sachbeschädigung besteht auch bei der Verletzung eines Tieres. Der Begriff der Körperschädigung ist für Menschen vorbehalten. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schadensersatz
Hat ein Schädiger Schadensersatz zu leisten, dann hat er den Zustand wieder herzustellen, der ohne den Schadensfall bestehen würde. Das bedeutet, dass bei Körperverletzungen alle Mittel für die Heilung zu leisten sind. Ist wegen der Verletzung einer Person oder der Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, dann kann der Geschädigte statt der Herstellung des früheren Zustandes auch den erforderlichen Geldbetrag verlangen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schadensersatzanspruch
Der Geschädigte hat gegenüber dem Schädiger einen Schadensersatzanspruch. Dabei beschränken sich diese Ansprüche nicht nur auf die Wiederherstellung des früheren Zustandes. Es genügt also nicht, nur die Kosten für die Heilung der Körperverletzung oder die Reparaturkosten einer Sache zu begleichen. Der Geschädigte hat auch einen Anspruch auf den Ausgleich der Nachteile, die der Schaden für seinen Erwerb und sein Fortkommen geschaffen hat.

So besteht auch ein Schadensersatzanspruch für den ausgefallenen Lohn. Ist die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt, dann besteht auch eine Verpflichtung für die Zahlung von Geldrenten. Bestehen Behinderungen, dann umfasst der Schadensersatzanspruch auch den Ausleich für die dadurch bedingten erhöhten Bedürfnisse. Hiervon ist auch der behindertengerechte Umbau eines Hauses erfasst. Nicht zuletzt besteht auch Anspruch auf ein angemessenes Schmerzensgeld. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schädiger
Als Schädiger wird derjenige bezeichnet, der fahrlässig oder vorsätzlich einen widerrechtlichen Schaden herbeigeführt hat. Dabei kann das schuldhafte Handeln in einem Tun oder Unterlassen bestanden haben. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schlüsselrisiko
Heute besteht ein erhöhtes Schlüsselrisiko, besser bezeichnet als Schlüsselverlustrisiko. Dies gilt sowohl im betrieblichen als auch im privaten Bereich. Hierzu einige Beispiele:
Der Nachbar händigt einem die Schlüssel während der Ferien aus, damit man seine Blumen gießt. Der Lehrer hat einen Generalschlüssel für die Schule, der Bankmitarbeiter den seiner Bank. Der Handwerker soll in der neuen fast fertigen Wohnanlage Einbauten vornehmen. Verliert man den Schlüssel, dann ist man hierfür haftpflichtig.

Meist muss das Schloss ausgetauscht werden, da man sich vor Einbruch schützen muss. Da große Wohnanlagen und Gebäudekomplexe heute oftmals komplexe Schließsysteme haben, genügt meist nicht mehr der Austausch eines Schlosses. Es müssen meist viele Schlösser ausgetauscht werden. Da können schnell fünfstellige Eurobeträge zusammen kommen.

Das Schlüsselverlustrisiko ist meist nicht der Haftpflichtversicherung mitversichert. Durch besondere Klauseln kann dieses Risiko jedoch ganz oder teilweise eingeschlossen werden. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schuldfrage
In der Haftpflichtversicherung spielt die Schuldfrage für den Schadensersatz die entscheidende Rolle. Vor einer Versicherungsleistung muss die Schuldfrage des Versicherten für ein Schadensereignis geklärt werden. Verschulden bedeutet dabei ein widerrechtliches fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln oder Unterlassen. Dabei leistet die Haftpflichtversicherung nur bei fahrlässigem nicht jedoch bei vorsätzlichem Handeln. Hat der Geschädigte eine Mitschuld, dann kann er nur anteilmäßig Schadensersatz fordern. Sind mehrere gemeinsam schuld, dann haftet jeder in voller Höhe als Gesamtschuldner gegenüber dem Geschädigten. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Schuldhaft
Schuldhaftes Handeln bedeutet fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln. Wer bei einer solchen schuldhaften Handlung einen Anderen schädigt, ist diesem zum Schadensersatz verpflichtet. Voraussetzung ist aber, dass das Verhalten gleichzeitig auch widerrechtlich ist. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Selbsthilfe
Wer im Rahmen der Selbsthilfe ein Sache beschädigt oder zerstört, handelt nicht widerrechtlich. Eine Selbsthilfe liegt auch dann vor, wenn man einen Verdächtigen bei einer Straftat erwischt und festhält und dieser verletzt wird. Da es bei diesen Schädigungen an der Widerrechtlichkeit fehlt, kommen auch keine Schadensersatzansprüche in Frage. Anders ist es jedoch, wenn es sich um eine irrtümliche angenommene Selbsthilfe handelt. In diesem Falle tritt die Schadensersatzpflicht ein. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Sonderkündigungsrecht
Die Haftpflichtversicherung kann fristgemäß zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Erhöht die Versicherungsgesellschaft die Beiträge, dann besteht ein Sonderkündigungsrecht zu dem Zeitpunkt, an dem die Erhöhung wirksam wird. Hat die Versicherung in einem Schadenfall geleistet oder die Leistung verweigert, kann ebenfalls direkt gekündigt werden.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht auch bei Eheschließung, wenn beide Ehegatten eine eigene Haftpflichtversicherung mitbringen. In diesem Falle kann die zuletzt abgeschlossene Versicherung fristlos gekündigt werden. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Verjährung
Ansprüche unterliegen der Verjährung. Dies gilt auch für Schadensersatzansprüche. Eine Verjährung soll dem Rechtsfrieden dienen. So soll niemand mehr nach einer angemessenen Zeit mit Forderungen rechnen müssen. Die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche aus unerlaubten Handlungen (z.B. Körperverletzungen) nach dem BGB beträgt drei Jahre.

Die Verjährung beginnt von dem Zeitpunkt an, an dem der Geschädigte von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Kenntnis erlangt hat. Ohne diese Kenntnis verjährt der Anspruch nach dreißig Jahren. Die Verjährung wird unterbrochen, wenn der Anspruch anerkannt oder eingeklagt wurde. Wurde in einem rechtskräftigen Urteil der Anspruch festgestellt, dann verjährt der Anspruch in dreißig Jahren. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Verkehrssicherungspflicht
Die Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass man dafür verantwortlich ist, dass von einer Sache keine Gefahr ausgeht. Eine solche Verkehrssicherungspflicht besteht in allen Lebensbereichen. Der Hausbesitzer ist dafür verantwortlich, dass bei Schnee und Glatteis der Gehweg geräumt und gestreut wird. Er muss sich vergewissern, dass keine Gebäudeteile (z.B. Ziegel) herunterfallen können. Der Ladenbesitzer muss darauf achten, dass der Fußboden rutschfest ist und Gegenstände nicht aus den Regalen fallen können. Besitzer einer Grabstätte sind verpflichtet zu prüfen, ob Grabsteine fest verankert sind und niemand verletzt werden kann. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Verschuldenshaftung
Haftpflichtansprüche entstehen in der Regel nur dann, wenn dem Schädiger ein schuldhaftes Verhalten bei Entstehung eines Schadens vorgeworfen werden kann. Schuldhaft bedeutet, dass fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde. Diese Haftung wird auch als Verschuldenshaftung bezeichnet. Hiermit erfolgt die Abgrenzung zu Haftpflichttatbeständen, bei denen auch ohne Verschulden gehaftet wird. So gibt es auch die Gefährdungshaftung für Fahrzeughalter und Tierhalter, die unabhängig von einem Verschulden haften. Hier ist allein die bestehende Gefahr für die Haftung maßgebend. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Versicherungsnehmer
Versicherungsnehmer ist derjenige, der im Versicherungsschein als Vertragspartner der Versicherungsgesellschaft genannt wird. Versichert ist dagegen nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern auch die anderen in den Versicherungsbedingungen genannten versicherten Personen. Dies sind in der Haftpflichtversicherung neben dem Versicherungsnehmer der Ehegatte, der eingetragene Lebenspartner, die Kinder, Hausangestellte während ihrer Tätigkeit, Austauschschüler, Au-Pairs. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorsatz
Direkter Vorsatz bedeutet, dass man zielgerichtet eine Handlung vornimmt um einen bestimmten Erfolg herbeizuführen. Bei dem bedingten Vorsatz nimmt man ebenfalls bewusst eine Handlung vor und nimmt dabei billigend in Kauf, dass bestimmte Folgen dieses Handelns eintreten können. Vorsätzliche begangene Schadensfälle sind in der Haftpflichtversicherung ausdrücklich ausgeschlossen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorsätzliche Schäden
Vorsätzlich verursachte Schäden sind nicht von der Haftpflichtversicherung gedeckt. Vorsätzliches Handeln bedeutet, dass bewusst und gewollt gehandelt wurde und ein Schaden in Kauf genommen wird. Dabei spielt es keine Rolle ob es ein direkter Vorsatz oder bedingter Vorsatz gewesen ist. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorsorgeaufwendungen
Haftpflichtbeiträge können im Rahmen der Steuererklärung als Sonderausgaben jährlich bis zu 2.400 Euro geltend gemacht werden. Bei Beamten gilt ein Betrag von 1.500 Euro. Bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten verdoppeln sich die Beträge. Auf den Höchstbetrag werden allerdings auch andere Vorsorgeaufwendungen für Berufsunfähigkeitsversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung und Unfallversicherung angerechnet. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Vorsorgeversicherung
Bei Abschluss einer Haftpflichtversicherung werden die vorhandenen Haftpflichtrisiken von der Versicherung ermittelt und der Beitrag festgesetzt. Treten während der Laufzeit der Versicherung zusätzliche Risiken ein, dann besteht auch hierfür ein Deckungsschutz, auch wenn der Vertrag diese bisher nicht vorgesehen hat. Allerdings sollten diese neuen Risiken der Versicherung gemeldet werden, damit diese Risiken zukünftig offiziell in den Versicherungsschein aufgenommen werden und für den Versicherungsnehmer eine Rechtssicherheit besteht. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Widerrechtlichkeit
Wer schuldhaft einem Dritten einen Schaden zufügt, ist diesem zum Schadensersatz verpflichtet. Voraussetzung ist jedoch, dass das schuldhafte Verhalten auch widerrechtlich gewesen ist, also gegen geltendes Recht verstoßen hat. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn es sich um ein Handeln im Rahmen der Selbsthilfe oder um Notwehr gehandelt. In beiden Fällen liegt keine Widerrechtlichkeit vor, so dass bei einer solchen Körperverletzung keine Schadensersatzansprüche entstehen. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen

Widerspruchsrecht
Der Versicherungsnehmer hat nach dem Versicherungsvertragsgesetz sowohl ein Widerrufsrecht als auch ein Widerspruchsrecht. Ein Versicherungsvertrag kann innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Versicherung widerrufen werden. Weicht der zugesandte Versicherungsschein von den vereinbarten Vertragbedingungen ab, dann hat der Versicherungsnehmer ein Widerspruchsrecht dagegen. Dieses Widerspruchsrecht kann innerhalb eines Monats nach Zustellung der vollständigen Versicherungsunterlagen geltend gemacht werden. Zum Privathaftpflicht Tarifrechner   Nach oben scrollen
 

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